Wissenschaft hautnah: 3. Brandenburger Science Slam

Wissenschaft und Unterhaltung fanden am vergangenen Abend im kleinen Saal der Uckermärkischen Bühnen zu einer perfekten Symbiose zusammen.

Wissenschaft hautnah: 3. Brandenburger Science Slam begeistert 150 Menschen in Schwedt

Wissenschaft und Unterhaltung fanden am vergangenen Abend im kleinen Saal der Uckermärkischen Bühnen zu einer perfekten Symbiose zusammen. Knapp 150 Gäste versammelten sich, um den 3. Brandenburger Science Slam zu erleben, organisiert von der Präsenzstelle Schwedt | Uckermark. Der Abend versprach Wissenschaft auf unterhaltsame Weise – und er hielt, was er versprach.

Der Abend hatte viele Höhepunkte, doch einer stach besonders hervor: Prof. Dr. Alexander Pfriem, Vizepräsident für Forschung und Transfer der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) betrat die Bühne und zog mit seinem Vortrag über Spanplattenrecycling alle in seinen Bann. Mit einer Mischung aus Humor und Fachwissen zeigte er, wie aus einer alten Waschmaschine eine Späneschleuder wird, die alte Spanplatten nachhaltig recycelt. Seine mitreißende Darbietung brachte ihm schließlich den verdienten Sieg.

Wissenschaft kann auch musikalisch sein, bewies Prof. Dr. Britta Gossel, Leiterin des Studiengangs Sustainable Entrepreneurship & Social Innovation an der HNEE. Mit einer Gesangseinlage am Klavier erläuterte sie wie Kompetenzerwerb gemessen werden kann und das Social Entrepreneurship nichts mit Schiffen zu tun hat. Sie bewies, dass Forschung nicht nur informativ, sondern auch kreativ und künstlerisch vermittelt werden kann.

Der Gewinner des Science Slams 2022 und gebürtige Schwedter kehrte ebenfalls zurück auf die Bühne und nahm die Zuschauer mit in die Wartezimmer der Region. Prof. Dr. Alexander Conrad, Professor für Volkswirtschaftslehre an der HNEE stellt in seinem unterhaltsamen Slam über ärztliche Daseinsvorsorge im ländlichen Raum die Frage, ob Online-Rezensionen zur Beurteilung von medizinischen Versorgungen nützlich sein können.

Ein weiterer Beitrag führte die Gäste in die Natur: Prof. Dr. Peter Spathelf, Professor für angewandten Waldbau an der HNEE, nahm das Publikum mit auf einen virtuellen Waldspaziergang und erläuterte anhand von Jahresringen an Bäumen sehr anschaulich die sichtbaren Auswirkungen des Klimawandels.

Beim Science Slam sind Überraschungen vorprogrammiert. So verwandelte Sebastien Vannier vom RIFS (Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit) die Bühne in einen Live-Podcast und sprach über die Chancen von Podcasts für die Wissenschaftskommunikation – eine innovative und mitreißende Darbietung, die zeigte, wie vielfältig die Vermittlung von Forschungsergebnissen sein kann.

Leonard Weiss, Regionalplaner von der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus Senftenberg hielt einen spannenden Vortrag über die Zukunft der Uckermark und den Bahnstreckenausbau Berlin-Stettin. Er erklärte, was ein unbeliebter Maulwurf mit seiner Forschung zu grenzübergreifender Daseinsvorsorge im ländlichen Raum zu tun hat und konnte auch durch die regionale Verankerung seines Forschungsprojektes punkten.

Charmant und mit viel Humor führte Ortwin Bader Iskraut als Moderator durch den Abend. Er schaffte es, das Publikum aktiv einzubeziehen und für eine lebendige Atmosphäre zu sorgen. Die Zuschauer bestimmten den Sieger des Abends mithilfe von Wertungstafeln, was dem Event eine zusätzliche Dynamik verlieh.

Der 3. Brandenburger Science Slam war ein voller Erfolg und zeigte einmal mehr, wie spannend und unterhaltsam Wissenschaft sein kann.  Wer Lust auf noch mehr Wissenschaft bekommen hat, kann die Präsenzstelle bei einer ihrer nächsten Veranstaltungen besuchen. Beispielsweise am 04.Juli um 17 Uhr im Gauß Gymnasium Schwedt zur Bürgervorlesung und Besichtigung einer mobilen digitalen Fabrik zum Thema „Digitalisierung und Künstliche Intelligenz im verarbeitenden Gewerbe“. Oder bei der Filmvorführung „Das Kombinat“ mit anschließendem Filmgespräch am 12. Juli um 19 Uhr im Haus Uckermark Angermünde.

 

Hinweis zum Bildmaterial
Die hier zur Verfügung stehenden Fotos können im Rahmen der Berichterstattung verwendet werden. Bitte beachten Sie den Copyright-Hinweis © HNEE / Florian Reischauer